Die Grüne Jugend Hessen (GJH) zeigt sich erfreut über den neuen hessischen „Lehrplan Sexualerziehung“, der am 16. September in Kraft getreten ist. Der neue Lehrplan vollzieht einen grundlegenden Wandel bezüglich des Umgangs mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität.

Die beiden Landesvorsitzenden der GJH, Sarah von Hagen und Thorben Sämann, erklären dazu: „Es wird Zeit, dass verschiedenste sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Lebensentwürfe als normaler Teil unserer Gesellschaft endlich gleichberechtigt im Unterricht behandelt werden. Wir freuen uns daher sehr, dass die Grünen mit ihrem Einsatz und ihrer überragenden Überzeugungsarbeit letztendlich Erfolg hatten und mit Zustimmung der CDU diesen Lehrplan möglich gemacht haben.“

Die frauenpolitische Sprecherin der GJH, Ann-Christine Herbold ergänzt: „Wir begrüßen besonders, dass der Lehrplan nicht nur Toleranz oder Respekt, sondern die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ (LSBTI) festschreibt. Denn Toleranz und Respekt sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch LSBTI müssen nicht nur ertragen und hingenommen, sondern anerkannt werden und dazugehören. Schätzungsweise ein*e Schüler*in pro Klasse ist nicht heterosexuell. LSBTI sind Mitschüler*innen, Lehrer*innen und ganz normale Menschen. Das macht das Lernziel der Akzeptanz für LSBTI umso wichtiger und die Entscheidung des Landeselternbeirats, den Lehrplan deshalb zu abzulehnen, umso unverständlicher.“