Die Hochschulgruppe Campusgrün der TU Darmstadt und die GRÜNE JUGEND Darmstadt zeigen sich enttäuscht über die Streichung der Gelder für die Planung der Lichtwiesenbahn. Die Lichtwiese ist momentan nur unzureichend über die Buslinien K und KU angebunden. Das wird dem zentralen Campus, an dem sich in den nächsten Jahren bis zu 10.000 Studierende täglich aufhalten werden, nicht gerecht. Eine Universitätsstadt braucht stattdessen ein stichhaltiges Mobilitätskonzept für ihre Studierenden.

Die Busse, die momentan zur Lichtwiese verkehren, sind in den Hochzeiten überlastet. So können oftmals schon an den Haltestellen nach dem Hauptbahnhof keine weiteren Fahrgäste mehr zusteigen, weil die Busse bereits voll sind. Mit der Straßenbahn wäre eine nötige Entlastung erreicht worden. Gerade für Studierende mit Handicap ist dies nun aber eine unzumutbare Situation.“, stellt Johanna Saary, Sprecherin der Grünen Jugend Darmstadt, fest.

Es ist schade, dass sich die Juso-Hochschulgruppe, die SPD-Studierendenorganisation, offenbar parteiintern nicht durchsetzen konnte. Die Jusos hatten sich im Oberbürgermeister-Wahlkampf noch für eine Straßenbahn zur Lichtwiese ausgesprochen.“ zeigt sich Anika Schmütz von Campusgrün verwundert.

Die Verlängerung der Straßenbahntrasse zwischen der Haltestelle Hochschulstadion und Lichtwiese um einen Kilometer ist elementarer Teil eines breiten Maßnahmenpakets. So wurde bereits eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt und die Anbindung für Rad- und Fußverkehr deutlich verbessert und Fahrradabstellmöglichkeiten ausgebaut. Campusgrün und die GRÜNE JUGEND Darmstadt fordert nun eine sinnvolle Alternative zur Straßenbahn. Diese hat die Opposition um FDP und SPD leider nicht vorgelegt. Vielmehr ist zu vermuten, dass die Streichung rein populistische Natur ist und auf Kosten der Studierenden erfolgte.