Letzten Donnerstag wurde am Ludwig-Georg-Gymnasium von der dortigen Schüler*innenvertretung und den parteinahen Darmstädter Jugendorganisationen eine Podiumsdiskussion zum Thema „Jugend und Politik“ organisiert.
Daran teilgenommen haben Schüler*innen der 8., 9. und 11. Jahrgangsstufe. Die Moderation der Diskussion übernahm Vincent Holzhauer.

In der ersten Phase wurden die verschiedenen Positionen zum Thema bessere Jugendbeteiligung vorgestellt und diskutiert.

Lasse Stelzer von linksjugend [’solid] argumentierte für ein individuelles Wahlrecht ab null Jahren und lehnte Jugendparlamente als „Alibiveranstaltung“ ab. Für die Grüne Jugend vertrat Johanna Saary die Position, das Wahlrecht ab 0 Jahren zu erteilen, plädierte aber auch für die zusätzliche Einrichtung von Jugendparlamenten mit echter Entscheidungsbefugnis als Schutzräume für Diskussionen. Als Mitglied der Jungen Liberalen machte sich Brian Röcken dafür stark, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken und sowie Strukturen für Jugendräte zu schaffen oder auszuweiten. Jan-Eric Girts von der Jungen Union wollte dagegen am Wahlalter 18 festhalten und junge Menschen langsam an Wahlen heranführen. Als Vertreter der Jusos sprach sich Kevin Trah-Bente für eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre und die Stärkung von Jugendbeiräten aus. Alle waren sich allerdings einig, dass die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen verbessert werden müssen.

In der zweiten Phase der Diskussion konnten die Schüler*innen Fragen stellen und selbst Position beziehen. Schnell entstand eine spannende Debatte mit dem Publikum, die sich vor allem um das Thema Absenkung des Wahlalters auf null Jahre drehte. Dabei zeigte sich, dass viele Schüler*innen das Wahlalter 18 als zu hoch und willkürlich festgelegt ansehen. Einige hatten aber Bedenken, dass junge Menschen einfacher zu beeinflussen seien und somit eine unfundierte Wahlentscheidung treffen würden. Im Stimmungsbild am Ende war eine knappe Mehrheit der anwesenden Schüler*innen für ein Wahlalter ab null Jahren, während die anderen sich für eine Absenkung des Wahlalters meldete.

Insgesamt bewerten die Jugendorganisationen die Veranstaltung als sehr gelungen und freuen sich auf weitere Diskussionen mit jungen Menschen auch an anderen Schulen.
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Sollte Interesse bei anderen Darmstädter Schulen, SVen oder PoWi-Lehrerinnen und Lehrern bestehen, ähnliche Veranstaltungen durchzuführen, stehen die Jugendorganisationen hierfür gerne zur Verfügung.
Kontakt für Veranstaltungsanfragen: rpj-darmstadt@lists.riseup.net

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[Gemeinsame Pressemitteilung der Grünen Jugend Darmsatdt, der jungen Liberalen Darmstadt, den Jusos Darmstadt, der jungen Union Darmstadt und der Linksjugend [’solid] Darmstadt.]