1. Mentoring- und Aufklärungsprogramme zu Themen wie „Zivilcourage“, „Wie erkenne ich Sexismus?“, „Wie verhüten wir am besten?“ sollen auf kommunaler Ebene angeboten werden. Diese Programme sollen sich auch explizit an Schüler*innnen richten.
2. Die Stadt sollte Verhütungs- und Periodenprodukte, Informationsmaterialien dazu sowie Teststreifen für K.O.-Tropfen kostenlos und unbürokratisch zugänglich machen. Beispielsweise könnte es eine Ausgabe in Bürger- und Sozialämtern, Beratungsstellen (Pro Familia) und öffentlichen Toiletten geben. Zudem könnte man eine allgemeine Anlaufstelle mit Beratungsangebot für menstruierende Menschen einrichten.
3. Informationsveranstaltungen an Schulen über Konsens, Verhütung und nachhaltige Hygieneprodukte (wie Menstruationstassen, Stoffbinden) müssen regelmäßig stattfinden und Schüler*innen weiter informiert und über Risiken aufklärt werden – auch für nicht-FIT*-Personen!
4. Wir fordern, dass Geschäfte, die eine „Nette Toilette“ anbieten, dies durch Sticker klar kennzeichnen, dass Toiletten, die Menstruationsprodukten bereitstellen kenntlich gemacht werden und Sticker angebracht werden, die auf gynäkologische Praxen aufmerksam machen. Diese Angebote müssen bekannter gemacht werden.
5. Das in einigen Darmstädter Clubs bereits eingeführte System gegen sexuelle Belästigung “Ist Luisa hier?” soll durch eine Kampagne bekannter gemacht werden. In ähnlichen Kampagnen soll auch auf weitere feministische Themen wie sexuelle Belästigung, Verhütung, Menstruation und Gleichstellung aufmerksam gemacht werden.
6. Wir fordern Workshops für mehr Frauen in Stadtparlamenten und Führungspositionen im Allgemeinen.
7. Darüber hinaus halten wir es für sinnvoll bereits bestehende Angebote (wie Cyber-Security für Frauen an der TU, Mentoring-Programme) stärker zu unterstützen.
8. Die öffentliche Aufmerksamkeit muss verstärkt auf häusliche Gewalt und sexuelle Belästigung/Übergriffe gerichtet werden. Es sollten Empfehlungen für Fragen gegeben werden wie „Wie kann ich Betroffenen helfen?“, „Wie kann ich vorgehen?“ und die Einrichtung/Ausbau eines Hilfetelefons umsetzen.
9. Die Kapazitäten im Darmstädter Frauenhaus sollten ausgebaut werden.